Zeitschrift für Frauenforschung & Geschlechterstudien (ZfF&G)
2006, Heft 4 (Einzelheft)
Herausgegeben von Ruth Becker, Sigrid Metz-Göckel und Robert Schreiber
Umfang/Seiten : 152 Seiten
24,5 x 17 cm
Einband: Paperback
Gewicht: 308g
Erscheinungsjahrgang: 24. Jahrgang 2006
Erscheinungsjahr: Juni 2007
ISSN: 0946-5596
Art-Nr.: ZfF&G 4/2006

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Neben seinen Einzelthemen enthält das Heft 4/2006 der ZfF&G fünf Artikel zum Thema »Geschlecht, Altern und Gesundheit«, die an die im Themenschwerpunkt des Heftes 2+3/2006 veröffentlichten Beiträge anschließen und damit die im April 2007 ausgelieferte Schwerpunktausgabe »Geschlecht, Altern und Gesundheit« komplettieren

Klaus Schröter analysiert Fitness und Wellness und kann zeigen, wie sich Verhaltensmuster entwickeln, im Bewusstsein von Individuen verankern und über »gesundheitsfördernde Körperarbeit« Doing Age und Doing Gender prägen.
Julia Strupp macht auf eine Forschungslücke aufmerksam. Zur Situation von älteren Frauen mit Behinderungen fehlt es an Wissen: »Bei alten Menschen wird oft nicht nach Frauen und Männern unterschieden, bei Projekten für ältere Personen mit Behinderungen fehlt oft die Geschlechterperspektive und bei Projekten für ältere Frauen fehlt der Blick auf eine eventuelle Behinderung«.
Tanja Meier führt in die Welt der Medien ein und analysiert dort kritisch die gängigen Geschlechterstereotype. Neben Filmen, die versuchen, die Sexualität alter Männer und Frauen möglichst ­selbstverständlich darzustellen und nicht einfach lächerlich zu machen, werden allerdings auch immer wieder klassische Weiblichkeits-und Männlichkeitsentwürfe reproduziert.
Ulf Thöle untersucht das politische Machtpotenzial älterer Frauen und zeigt wie schwierig eine Prognose ist: Zwar ist von einem Bedeutungszuwachs Älterer auf die Politik durch den prognostizierten Anstieg insbesondere älterer Frauen in der Wahlbevölkerung auszugehen. Ob eine politische »Altenmacht« zu erwarten ist, lässt sich dagegen keinesfalls prognostizie­ren.
Stefanie Struck zielt auf den aktiven Beitrag älterer BürgerInnen in den europäischen Staa­ten, somit auf die Ressourcen Älterer. Sie untersucht dabei Engagement Älterer im Rah­men von Ehrenamt, informeller Hilfe und Pflege. In ihrer Beschreibung zeigt sich Pflege als besondere Form des Engagements, ebenfalls finden sich bekannte und neue Aspekte des Nord-Südgefälles, also der kulturell bedingten Differenzen in Europa.